Glasklar in den Frühling starten

[16.03.2018] Die einen fahren für die Scheibenreinigung durch die Autowäsche, andere legen selbst Hand an oder schwören auf eine professionelle Fahrzeugpflege.

Wie auch immer: Ohne klare Durchsicht gibt es keine Sicherheit auf der Straße. Gerade in den Sommermonaten strapazieren Insekten & Co. die Autoscheiben. Welche Mittel helfen jetzt wirklich? Und wo fängt die Reinigung an, wo hört sie auf?

Wischwasser wechseln

Wischwasser ist auf eine bestimmte Temperatur und Verschmutzungsart ausgelegt. Im Winter wirken Reinigungszusätze speziell gegen Streusalz und Frostschutz, im Sommer gilt die Kampfansage den Rückständen von Insekten, Vogelkot und Baumharz.

Eine kurzzeitige Mischung von beiden Wischwassern im Frühjahr schadet nicht. Sie wird von den Herstellern sogar empfohlen.

Der Fachhandel bietet für die Übergangsperiode Allwetter-Produkte, die durch ihre Kombination von Insektenlöser mit Frostschutz Wetterumschwüngen trotzen.

Ob es letztendlich Konzentrat oder Fertigmischung sein soll, hängt von den Nutzern ab. Vielfahrer sind in jedem Fall mit den handlichen und kostengünstigeren Konzentraten gut beraten. Wer es bequem und einfach haben will, greift zur Fertigmischung.

Spezialmittel verwenden

Mit dem aggressiven Insektencocktail aus Protein, Chitin und Blut sind Autowaschanlagen überfordert. Ignoriert man sie ebenso wie Baumharz- und Vogelkotrückstände, erledigt die UV-Strahlung den Rest.

Frischen Schmutz beseitigt der Autoscheibenreiniger, bei härteren Fällen müssen Spezialprodukte ans Werk. Aufsprühen, kurz einweichen lassen und mit viel Wasser abspülen. Notfalls hilft zusätzlich ein Insektenschwamm.

Immer wieder ein Thema sind Reiniger und die Versiegelung mit Nanopartikeln. Sie sollen die Oberfläche glätten, sodass Wasser besser abperlt und Schmutz weniger haftet.

Die Hersteller versprechen eine schnelle und bessere Säuberung sowie weniger Verbrauch, da die Scheibenwischer weniger Takte zum Putzen benötigen.

Von Spülmitteln und Glasreinigern für den Haushalt raten die Pflegespezialisten ab – zu aggressiv. Sie greifen darüber hinaus die empfindlichen Gummidichtungen an. Auch der Schwamm im Wascheimer an der Tankstelle ist nur für zwischendurch geeignet – zu schmutzig. Da lohnt der Griff zum Hochdruckreiniger.

Innenscheiben nicht vergessen

Staub, Fett und Nikotin haben sich in den dunklen Monaten auf der Innenscheibe festgesetzt. Da kann die Frontscheibe außen noch so gewienert sein – es schmiert und blendet vor allem bei Nacht, Regen und Gegenlicht.

Scheibenreiniger und Mikrofasertuch bringen Klarheit und die ersehnte Sommerfrische. Auf die Schnelle und für unterwegs erledigen mit Reiniger getränkte Pflegetücher den Job. Sie liegen griffbereit im Seitenfach.

Kratzer entfernen

Eiskratzer und aufgewirbeltes Streugut haben im Winter Spuren auf der Windschutzscheibe hinterlassen. Kleine Kratzer können Autofahrer selbst mit einer Politur für Autoglas beseitigen, tiefe Kratzer sind ein Fall für die Autowerkstatt.

Die penibelste Glasreinigung hilft natürlich wenig, wenn schmutzige oder verschlissene Scheibenwischergummis mitarbeiten.

Zur regelmäßigen Fahrzeugwäsche gehört deshalb die Wischergummipflege mit Autoglasreiniger und Pflegestift. Wenn diese keinen sichtbaren Erfolg zeigt, werden neue Wischerblätter fällig.

 

 

Letzte Änderung: 16.03.2018Webcode: 0118857