Kfz-Unternehmer beim Thema E-Mobilität gespalten

[23.08.2017] Bonn/Köln. Nur jeder zweite Kfz-Unternehmer sieht die Zukunft in der reinen Elektromobilität. Dagegen werten 50 Prozent der bisherigen Teilnehmer der Studie „Kfz-Gewerbe 2020plus“ den Elektromotor als eine Übergangstechnologie für andere Motorarten.

Gemeinsam mit der Kölner Unternehmensberatung BBE Automotive befragt der ZDK derzeit Autohäuser und Werkstätten nach künftigen Chancen und Aufgaben im Automobilgeschäft. Die Gesamtergebnisse der Studie werden auf dem 6. Mannheimer CarCamp am 8. September vorgestellt.

Die Landschaft der Antriebstechniken für Automobile wird sich stark ändern. Darin sind sich die Teilnehmer der Studie einig. Sie prognostizieren einen stetigen Zuwachs an Fahrzeugen mit neuen Antriebsarten, vor allem bei Hybriden und Elektrofahrzeugen.

Viele Betriebe stellen sich darauf ein, indem sie eigene Elektro-Ladestationen betreiben und sich als Fachbetrieb für Hybrid- und Elektroautos zertifizieren lassen. Insbesondere freie Werkstätten (rund 80 Prozent) sehen das klassische Werkstattgeschäft aufgrund der Elektroautomobile im Wandel, auch weil diese Autos wartungsärmer sind.

Auf Autohäuser und Werkstätten in Deutschland kommen vielfältige Herausforderungen zu – neue Fahrzeugtechnologien, Digitalisierung, Suche nach Fachkräften, Marktkonsolidierung und unsichere Geschäftsmodelle. Diese und weitere Zukunftsthemen sind Bestandteil der Studie „Kfz-Gewerbe 2020plus“, die noch bis zum 3. September läuft.

Deren Ergebnisse werden auf dem CarCamp in Mannheim vorgestellt, diskutiert und gegebenenfalls den Ausschlag für einzelne Arbeitsgruppen geben. Die Teilnahme an der Online-Befragung und die kostenfreie Anmeldung für die Tagung der Autobranche erfolgen unter www.carcamp.de.

Letzte Änderung: 23.08.2017Webcode: 0115449