Interesse für die E-Prämie schwach

[08.01.2020] Saarbrücken. Der Jahresabschluss für die Elektroprämie war im saarländischen Automarkt durchaus versöhnlich, die Jahresbilanz indes enttäuschend schwach. 80 (Vormonat: 54) Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) im Dezember lassen für das neue Autojahr 2020 hoffen. "Die Fördertöpfe sind noch immer gut gefüllt," teilte Martin Bitsch, Vorsitzender des Kfz-Verbandes, mit dem Hinweis mit, dass seit dem Start der Förderung im Juni 2016 insgesamt 5,1 Millionen Euro Richtung Saar geflossen seien.

Für das Saarland habe es insgesamt 1.411 Anträge für reine Batterie- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge sowie wasserstoffbetriebene Wagen gegeben. Für das Autojahr 2019 bilanziere man für das Saarland insgesamt 618 Prämien mit 2,3 Millionen Euro Fördergeld. Bitsch: "Wir haben ein größeres Interesse für diese finanzielle Unterstützung der Elektromobilität erwartet. Der Fördertopf ist noch halb voll." Der von Staat und Herstellern mit 1,2 Milliarden Euro gefüllte Fördertopf sei noch halb voll.

Die beim Klimagipfel im Vorjahr beschlossene höhere Förderung, für Stromer bis 6.000 Euro, sei noch immer nicht durch "den administrativen Trichter". Gemeinsam mit den verschärften Grenzwerten im Flottengeschäft ab 2021 werde der hohe Umweltbonus der Elektromobilität einen Schub geben können. Bitsch sagte, bei allen Klimadiskussionen bleibe das Kfz-Gewerbe bei seiner Position, dass die einseitige Förderung einer Antriebsart marktpolitisch falsch sei.

 



 

 

 

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