Elektro-Prämie weiter im Keller

[08.06.2020] Saarbrücken. Nach dem Minus von fast 50 Prozent im April bleibt das Interesse für den Umweltbonus beim Kauf von Elektro-Fahrzeugen weiter im Keller. Die Anzahl der Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) stieg für das Saarland zwar leicht auf 80 (Vormonat: 67), gegenüber März 2020 sei dies aber ein Minus von 48 Anträgen.

Martin Bitsch, Vorsitzender des Kfz-Verbandes, erinnerte daran, dass die Kaufprämie im Juni 2016 zur Förderung des Elektroauto-Verkaufs eingeführt worden sei. Zunächst habe es bis 2.000 Euro vom Staat gegeben. Später sei diese Förderung auf bis zu 3.000 Euro erhöht worden. Im Rahmen des Konjunkturpaketes gegen die Corona-Folgen werde nun der staatliche Zuschuss auf bis zu 6.000 Euro steigen. Das Warten auf den "großen Bonus hat ein Ende".

Bekanntlich habe sich die Politik mit dem Konjunkturpaket gegen einen Bonus für saubere Verbrenner entschieden. Nun werde einseitig ein kleiner Teilmarkt gefördert, der durch infrastrukturelle Defizite und lange Lieferfristen belastet sei. Die mit dem Konjunkturpaket gewollten schnellen Impulse würden im Automarkt weitgehend verpuffen.

Im Mai seien im Saarland die finanziellen Förderungen für 24 (Vormonat: 33) reine Batterie-Fahrzeuge und 56 (Vormonat: 34) Plug-in-Hybride genehmigt worden. Insgesamt seien seit Start der Förderung bisher 1.820 Umweltboni ausgezahlt worden. Durchschnittlich seien dies rund 38 Prämien im Monat seit Beginn der Förderung vor vier Jahren.  

 

 

 


 

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