E-Prämie gewinnt langsam an Fahrt

[11.11.2019] Saarbrücken. Im saarländischen Automarkt nimmt die Elektro-Prämie langsam Fahrt auf. 66 (Vormonat 43) Anträge auf finanzielle Förderung des Kaufs von Elektro- und Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen sind im Oktober eingegangen. „Einen kleinen Hoffnungsschimmer auf eine größere Resonanz für die Elektromobilität“ sieht Martin Bitsch, Vorsitzender des Kfz-Verbandes, in der aktuellen Monatsbilanz des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Von einem Durchbruch sei man aber weit entfernt.

Bitsch sagte, damit seien im Oktober 240.000 Euro Fördergelder aus dem von Staat und Herstellern mit insgesamt 1,2 Milliarden Euro gefüllten Beihilfetopf für den Kauf von E-Autos und Hybriden ins Saarland geflossen. Seit Start der Elektroprämie habe der Markt somit knapp 4,6 Millionen Euro erhalten. Bitsch bekräftigte in diesem Zusammenhang, dass die staatliche Förderung einer Antriebsart der falsche Weg sei.

Davon abgesehen gab sich Bitsch zuversichtlich, dass das Kaufinteresse für Elektro-Fahrzeuge im neuen Autojahr steigen werde. Dafür gebe es zwei Gründe: einerseits das erwartete größere Angebot an E-Modellen, andererseits der neue und schärfere Flottengrenzwert.

Mit Hinweis auf das Klimapaket der Bundesregierung sprach sich Bitsch für eine technologieoffene Förderung von Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Kraftfahrzeugen aus. Synthetische Kraftstoffe sollten die gleiche Förderung erfahren wie die Elektromobilität. "Für uns sind die synthetischen Kraftstoffe als CO2-neutrale Technologie ein Faktor, dem bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt wird," sagte er. Anreize zur stärkeren Verbreitung der lokal emissionsfreien Batteriefahrzeuge seien durchaus sinnvoll, aber keineswegs ein Königsweg.

 

 

 

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