Nachfrage nach E-Prämien hoch

[09.11.2021] 

Saarbrücken. Die Nachfrage nach den staatlichen Boni für den Kauf von Elektro-Fahrzeugen ist auch im „automobilen Krisenmonat Oktober“ mit starken Einbußen bei den Pkw-Neuzulassungen hoch gewesen. 577 (Vormonat: 576) Anträge sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen. Martin Bitsch, Vorsitzender des Kfz-Verbandes, sagte zur neuen Monatsstatistik, erste Minuszahlen für Plug-in-Wagen seien Ergebnis der aktuellen kontroversen Diskussionen.

 

240 Prämien für Plug-in-Wagen seien ein Rückgang von 11,4 Prozent. Dagegen hätten die Boni für reine batteriebetriebene Pkw (BEV) um 10,5 Prozent auf 337 zugelegt. Bitsch sagte, man brauche eine schnelle Entscheidung über die weitere Förderung für Plug-in-Fahrzeugen. Jetzt sei Unsicherheit über die zukünftige Förderung entstanden.

 

Insgesamt seien bisher seit Start der Förderung vor rund fünf Jahren 9.605 Prämie ins Saarland geflossen, darunter 5.206 Boni für reine Elektro-Fahrzeuge. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gebe es im Saarland noch kein Brennstoffzellen Pkw (FCEV).

 

Bitsch sagte weiter, die neue Bundesregierung solle zeitnah eine weitere Förderung für private Ladestationen, die sogenannte „Wallbox-Förderung“, auf den Weg bringen. Das aktuelle Programm sei nach 800.000 Anträgen erschöpft. Mit pauschal 900 Euro pro Ladepunkt war die Infrastruktur für private Nutzer ein Erfolg. Bitsch sagte, der Kauf und die Installation von Ladestationen für Elektroautos an Stellplätzen und in Garagen seien unverzichtbar für den weiteren Erfolg der Elektromobilität. 

Letzte Änderung: 22.12.2021Webcode: 0135672