Umweltbonus gekürzt - Interesse weiter hoch

[08.12.2020] Saarbrücken. Gekürzter Umweltbonus bei Leasing, große Resonanz auf für die staatliche Förderung: Das sind die Elektro-News im November. Beim zuständigen Bundesamt für Wirt-schaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sind aus dem Saarland 491 (Vormonat. 418) Anträge für den Umweltbonus eingegangen, ein neuer Höchststand. Auf deutliche Kritik hingegen stößt, wie Martin Bitsch, Vorsitzender des Kfz-Verbandes, in diesem Zusammenhang sagte, eine Leasing-Neuregelung mit gestaffelten Boni.

Die November-Bilanz für das Saarland weise 319 (Vormonat: 236) Boni für batterieelektrisch betriebene Neuwagen (BEV) aus. Hinzu kämen 172 (Vormonat: 182) Prämien für Plug-in-Hybride (PHEV). Auffällig sei der Prämien-Rückgang für Plug-in-Hybbride. Insgesamt seien bisher 3.619 Umweltboni geflossen. Dies entspreche einem Landesanteil von 1,0 Prozent.

Bitsch verwies auf die Anfang November erlassene Richtlinie zur Förderung für elektrifizierte Fahrzeuge bei Leasinglaufzeiten unter 24 Monaten. Dieser Umweltbonus werde bei reinen Elektro-Neuwagen, die unter 40.000 Euro Nettolistenpreis kosten und einer Leasingdauer zwischen sechs und elf Monaten, von bisher 6.000 Euro auf 1.500 Euro gekürzt. Dies sei ein Eingriff in die Angebotshoheit des Automobilhandels.  Die Förderung müsse sich am Fahr-zeug orientieren und nicht an der Art der Finanzierung, sagte Bitsch. Die reduzierten gestaffel-ten Fördersätze könnten das Interesse an Elektro-Fahrzeugen dämpfen, die im Leasing finanziert würden. Umweltpolitisch wäre dies kontraproduktiv.

 

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Letzte Änderung: 08.12.2020Webcode: 0132474