Saarbrücken. Die Nachfrage nach gebrauchten Pkw hat sich im Februar im Vergleich zum Jahresstart zwar leicht erholt, doch bis auf die Elektromobilität schreibt der Markt rote Zahlen. 6.936 (Vorjahr: 7.196) Pkw-Besitzumschreibungen sind ein Minus von 3,6 Prozent, nachdem der Januar einen zweistelligen Rückgang ausgewiesen hatte.
Martin Bitsch, Vorsitzender des Kfz-Verbandes, sagte zur KBA-Länderstatistik, auch die Jahreszwischenbilanz bleibe mit minus 7,2 Prozent „im Keller“. Dies entspreche für die ersten beiden Monate 13.807 (Vorjahr: 14.871) Halterwechsel.
Bei den Antriebsarten bleibe das Bild unverändert: Verbrenner hätten 8,2 Prozent auf 5.692 Umschreibungen eingebüßt, E-Gebrauchte schrieben mit plus 33,3 Prozent ein auf unverändert niedrigem Niveau gestiegenes Kaufinteresse. Bei den Marktanteilen dominierten weiterhin Benziner und Diesel mit 82,1 (Vorjahr: 86,2) Prozent, während aus dem Segment der Alternativen Antriebe Hybride ohne Stecker, 751 Halterwechsel einen Marktanteil von 10,8 (Vorjahr: 8,5) Prozent erreichten.
Die beiden E-Modelle – vollelektrische Gebrauchte (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) - wiesen in der Februar Bilanz einen Marktanteil von 6,8 (Vorjahr: 4,9) Prozent aus. Dies seien 469 (Vorjahr: 352) Umschreibungen. Allein diese Marktdaten zeigen nach Meinung von Bitsch, dass die Politik sich bei der ab Mai geplanten Kaufprämie von “ihrem Neuwagen Privileg“ verabschieden sollte. Der Schlüssel für eine breite Durchdringung der Elektromobilität liege im Gebrauchtwagenmarkt.
Mit Blick auf den kommenden Auto-Frühling sagte Bitsch, die im heimischen Markt explodierenden Kraftstoffpreise und hohe Energiekosten ließen die Erwartungen auf ein gutes Frühjahrsgeschäft schrumpfen“.