Gebrauchte Stromer legen Pause ein
Saarbrücken. Nach Zuwächsen von 157,7 Prozent im April und 58,9 Prozent im Mai haben die gebrauchten Elektroautos im Juni etwas an Schwung verloren. Mit 289 Halterwechseln lag das Plus gegenüber dem Vorjahresmonat zwar immer noch bei 43,8 Prozent. Deutlich dynamischer entwickelten sich jedoch die staatlich geförderten Elektro-Neuwagen, deren Zulassungen im Juni um 133,5 Prozent zulegten.
Martin Bitsch, Vorsitzender des Kfz-Verbandes, sieht darin einen klaren Effekt der Förderung: „Die staatliche Unterstützung zeigt bei den Elektro-Neuwagen deutliche Wirkung. Dem Gebrauchtwagenmarkt fehlt diese Hilfe des Staates für den Hochlauf der Elektromobilität.“
Insgesamt wechselten im Juni 7.272 Pkw den Besitzer, nach 7.158 im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Plus von 1,6 Prozent. Trotz der kräftigen Zuwächse bei den elektrifizierten Antrieben bleiben Verbrenner mit einem Anteil von 82,9 Prozent (Vorjahr: 85,7 Prozent) die dominierende Kraft auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Elektroautos kommen auf einen Anteil von 6,9 Prozent (Vorjahr: 5,2 Prozent).
Im ersten Halbjahr wurden 43.714 Pkw umgeschrieben. Damit blieb der Gebrauchtwagenmarkt unter dem Vorjahreswert von 44.913 Besitzumschreibungen. Das Bild ist dabei unverändert: Verbrenner prägen weiterhin den Markt, während die Elektromobilität zwar überdurchschnittlich wächst, insgesamt aber noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau bleibt.
Die Gebrauchtwagenbilanz im Juni: 4.205 (Vorjahr: 4.285) Benziner, 1.824 (1.847) Diesel, 289 (201) batterieelektrische Pkw (BEV), 210 (172) Plug-in-Hybride (PHEV), 713 (615) Hybride ohne Stecker, 26 (33) Autogas-Pkw (LPG) und 5 (3) Erdgas-Pkw (CNG).
Die Halbjahresbilanz nach Antriebsarten: Benziner 25.695 (Vorjahr: 27.175), Diesel 10.222 (11.604), BEV 1.948 (1.097), Plug-in-Hybride 1.280 (1.121), Hybride ohne Stecker 4.375 (3.706), Autogas 153 (176) und Erdgas 31 (29).