Saarbrücken. Der Start ins neue Autojahr 2026 ist nicht gelungen. Minus 6,1 Prozent bei den Pkw-Neuzulassungen spiegelten einen insgesamt schwachen Markt wider, der auch für die Elektromobilität leichte Bremsspuren zeigte. Martin Bitsch, Vorsitzender des Kfz-Verbandes, sagte zu den KBA-Länderdaten, das Wachstum der E-Mobilität (PHEV und BEV) habe sich im Vergleich zum Dezember mit plus 63,9 Prozent deutlich verlangsamt. Die E-Steigerung im Januar betrage im Vorjahresvergleich 35,1 Prozent.
Bitsch sagte, dies sei auch darauf zurückzuführen, dass die Politik für die geplante Förderung bisher noch „keine belastbaren Kaufkriterien und einen fixen Starttermin geliefert hat“. Das Kraftfahrzeuggewerbe brauche planbare Rahmenbedingungen, sonst sei nicht mit einer baldigen Besserung der Lage auf dem saarländischen Neuwagenmarkt zu rechnen.
Die Januar-Bilanz gliedere sich in 818 (Vorjahr: 1.014) Verbrenner, 570 (Vorjahr: 422) E-Modelle (PHEV und BEV), 602 (Vorjahr: 661) Hybride ohne Stecker und 9 (Vorjahr: 31) gasbetriebene Neuwagen. Die Zahlen im Detail: 513 (Vorjahr: 784) Benziner, 305 (Vorjahr: 230) Diesel, 379 (Vorjahr: 267) vollelektrische neue Pkw (BEV) und 191 (Vorjahr: 155) Plug-in-Hybride (PHEV).
Bitsch sagte mit Hinweis auf Daten des VDA, das kleine Plus von vier Prozent im Auftragseingang lasse keinen „durchgreifenden Wandel“ erkennen. Die Politik müsse die Rahmenbedingungen für die Elektromobilität verbessern, vor allem für eine bessere Ladeinfrastruktur sorgen.