Saarbrücken. Der Automarkt im Saarland ist mit deutlichem Schwung ins Frühjahr gestartet. Im März stiegen die Pkw‑Neuzulassungen um 15,5 Prozent auf 2.983 Fahrzeuge (Vorjahr: 2.583). Besonders stark legten vollelektrische Pkw (BEV) zu: Mit einem Plus von 121,9 Prozent verzeichneten sie den größten Zuwachs unter allen Antriebsarten.
Nach Angaben des Kfz‑Verbandes entwickelten sich im Berichtsmonat sämtliche Antriebsformen positiv. Einen unmittelbaren Einfluss des Iran‑Konflikts auf die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen sieht der Verbandsvorsitzende Martin Bitsch jedoch nicht. Zwischen Bestellung und Zulassung liege in der Regel ein mehrmonatiger Zeitraum, sodass sich aktuelle politische Entwicklungen erst zeitverzögert in den Statistiken niederschlagen.
Ob steigende Energie‑ und Kraftstoffpreise in der zweiten Jahreshälfte die Nachfrage nach Elektroautos zusätzlich ankurbeln, bleibt offen. Grundsätzlich rechnet die Branche jedoch mit weiterem Wachstum der Elektromobilität. Bereits im Februar war ein deutlicher Anstieg der BEV‑Neuzulassungen zu verzeichnen.
Im Detail entfielen im März 755 Neuzulassungen auf Benziner (Vorjahr: 742) und 304 auf Diesel (Vorjahr: 296). Die Zahl der vollelektrischen Fahrzeuge stieg auf 708 (Vorjahr: 319). Plug‑in‑Hybride gingen hingegen auf 246 zurück (Vorjahr: 320), während Hybride ohne externe Lademöglichkeit auf 948 zulegten (Vorjahr: 865). Gasbetriebene Pkw spielten mit 20 Neuzulassungen (Vorjahr: 41) nur noch eine untergeordnete Rolle.
Angesichts dieser Entwicklung blickt die Branche vorsichtig optimistisch auf die kommenden Monate. Rückenwind erhält sie auch durch steigende Auftragseingänge, wie aktuelle Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zeigen.
Zugleich begrüßte der Kfz‑Verband ein neues Fördervorhaben der Bundesregierung: Mit einem Programm in Höhe von 500 Millionen Euro soll der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern vorangetrieben werden – ein möglicher wichtiger Baustein für den weiteren Hochlauf der Elektromobilität.