Saarbrücken. Der Neuwagenmarkt ist im Juni zum zweiten Mal in diesem Autojahr in die Knie gegangen. Im vergangenen Monat wurden 2.671 (Vorjahr: 3.096) Pkw im saarländischen Pkw-Markt neu zugelassen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Wert des Vorjahresmonats um 13,7 Prozent. Im Februar habe es eine einstellige (4,3 Prozent) Einbuße gegeben. In der Halbjahresbilanz „steht der Markt im Vergleich aller Bundesländer gut da“, sagte Martin Bitch, Vorsitzender des Kfz-Verbandes, mit dem Hinweis auf ein kleines Plus von 0,5 Prozent in den ersten sechs Monaten.
Beim Vergleich der Juni-Ergebnisse sei zu beachten, dass der Juni-Wert des Vorjahres von einem Sondereffekt profitiert habe, weil der Start einer neuen EU-Typgenehmigungsverordnung im Juli 2024 zu vorgezogenen Neuzulassungen und einem relativ hohen Zulassungsstand geführt hatte.
Die Juni-Bilanz für das Saarland weise 780 (Vorjahr: 1.203) Benziner und 317 (Vorjahr: 512) Diesel aus. Für Verbrenner zusammen sei dies mit 1.097 (Vorjahr: 1.715) Zulassungen ein Minus von 36 Prozent. Der Anteil an den Zulassungen sei auf 41,1 (Vorjahr: 55,4) Prozent gesunken.
Die E-Mobilität habe zusammen (BEV und PHEV) 601 (Vorjahr: 457) Zulassungen erreicht, wobei die Plug-in-Hybride (PHEV) eine Steigerung um 35,3 Prozent auf 207 Neuzulassungen bilanzierten. Hier, sagte Bitsch, sei zu berücksichtigen, dass viele E-Eigenzulassungen der Hersteller das „statistische Bild verzerren“.
„Die Halbjahres-Bilanz 2025 profitiert von vier starken Monaten“, sagte Bitsch mit Hinweis auf 14.311 (Vorjahr: 14.234) Pkw-Neuzulassungen. Dabei seien Verbrenner und Autogas-Pkw im Minus, die E-Mobilität zeige mit plus 36,6 Prozent plus für Stromer und einer Zunahme von 75,6 Prozent für Plug-in-Hybride „ein starkes Bild mit Sondereffekten“.